Time to say goodbye…

olga meier-sander / pixelio.de

Liebe Leserinnen uns Leser!

Diesen Sport-Blog schreibe ich erst seit wenigen Wochen. In den vergangenen sechzehn Monaten habe ich jedoch im benachbarten Hope-Blog mittlerweile sechzig Geschichten veröffentlicht. Es waren sechzig Mosaiksteine meiner Gedanken- und kreativen Innenwelt, Geschichten, die aus den unterschiedlichsten Stimmungen und Motivationen entstanden sind, Wörterwelten, die ich gemalt hatte. Geschichten, die Sie unterhalten, zum Lachen oder Nachdenken anregen wollten.

Über jeden direkten Austausch mit Ihnen habe ich mich sehr gefreut und war es mir sowohl Vergnügen als auch Ehre, hier schreiben zu dürfen. Gemeinsam mit meinen beiden lieben Kolleginnen Doris Moser und Elsa Stern, die Sie weiterhin Woche für Woche mit ihren Geschichten verwöhnen werden, hatte ich hier eine wunderschöne und sehr anregende Zeit, für die ich sehr dankbar bin. Leider ist es mir derzeit aus persönlichen Gründen nicht mehr möglich, hier weiterhin jeden Montag für Sie zu schreiben, weshalb ich mich an dieser Stelle leider von Ihnen verabschieden muss. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns irgendwann irgendwo wieder einmal lesen und so wieder zusammenfinden würden.

Bevor ich aber zum Abschied leise “Servus” sag, brülle ich Ihrem inneren Schweinehund noch mal kurz aber kräftig ins Ohr, dass er sich vor Ihnen und Ihrer hoffentlich erwachten Bewegungslust in acht nehmen soll. Und egal, wie hartnäckig er Ihnen auch zuflüstert, dass Sie sich den abendlichen Spaziergang ruhig sparen können: Hören Sie einfach nicht hin und denken Sie sich: Tua’s afoch! And now it’s time to say goodbye…

Alles Liebe wünscht Ihnen von Herzen

Ihre Gabi Kolup

 

Run, Baby, run!

Stefan Bayer / pixelio.de

Diese Woche frage ich Sie gleich zu Beginn und ganz direkt: Haben Sie’s schon mal mit Laufen versucht? Ich persönlich trage ja zu meinem Leidwesen nicht dieses typische Läufer-Gen in mir. Bei mir ist jeder zurückgelegte Kilometer hart erarbeitet. Sehr hart sogar. Vielleicht liegt es aber auch an meinem Sternzeichen Fisch, dass das Wasser und somit das Schwimmen mein Element ist.

Jedenfalls bedeutet Laufen für mich höchste Anstrengung. Ich gehöre leider auch nicht zu jenen Menschen, die sich das ganze Jahr über – egal wie’s draußen stürmt oder schneit – zu sportlicher Betätigung aufraffen können. Ich als Wienerin kann meinen winterlichen Betätigungsgrad ganz frei von der Leber weg so formulieren: A stinkertes Gselchtes is a Lecherlschas gegen mich… :-)

Und zu guter letzt gehöre ich auch nicht zu jenen Menschen, die nach einigen Monaten faulen Nichtstuns die Sportschuhe schnüren können und gleich aus dem Stand heraus ganz locker flockig eine halbe Stunde einfach so durchtraben. Nein, nein, das spielt’s bei mir auch nicht. Schon beim lockeren Langsamlaufen, das man fast schon als Walking bezeichnen könnte, blinkt meine Pulsuhr hektisch, um mir anzuzeigen, dass nun aber wirklich mein Maximalwert erreicht sei und ich bitteschön mal wieder auf mein Herz hören soll. Nach langen Phasen der Sportabstinenz musste ich leider immer wieder die Erfahrung machen, dass mein Körper offenbar nur dann den optimalen Fettverbrennungspuls aufweist, wenn ich leichte Tätigkeiten wie zum Beispiel Sitzen und Essen verrichte… :-)

Doch worauf ich eigentlich hinaus wollte, ist: Hat man erst einmal damit begonnen, regelmäßig kleine Laufeinheiten in sein Leben zu integrieren, machen selbst passionierte Nicht-Läufer wie ich nach einiger Zeit die überaus beglückende Erfahrung, dass man plötzlich länger und länger laufen kann und mit einem Mal auch will. Möglicherweise werden die folgenden Wochen noch nicht DAS große Runners-High einläuten, aber irgendwann, ja, irgendwann wird man quasi zum Selbstläufer. Man läuft und läuft und läuft (oder man trippelt und trippelt und trippelt ;-)   ) und – siehe da: das Herz beruhigt sich wieder ein wenig, die Lungenflügel werden übermütig und wissen vor lauter Sauerstoff gar nicht mehr, wie ihnen geschieht und selbst die Waden haben Erbarmen, werden weicher und stampfen gemeinsam mit den Senkfüßen einen melodischen Rhythmus auf den brennenden Asphalt… :-)

 

Und das führt uns auch schon zum „Tut gut!“-Tipp der Woche:

Wer NUR läuft, läuft laut Herbert Steffny ( ehemaliger deutscher Langstreckenläufer, prominenter Lauftrainer und Autor des Buches „Das große Laufbuch“) in eine Sackgasse. „Laufen allein ist zu einseitig. Früher oder später entstehen muskuläre Ungleichgewichte, die zu Verletzungen führen können.“ Gehen Sie also auch mal fremd. Gerade im Sommer bietet sich das von mir schon erwähnte Schwimmen besonders an, da es ein gutes Ergänzungstraining für die beim Laufen vernachlässigte Rumpf- und Oberkörpermuskulatur bietet.

 

Und weil der innere Schweinehund ja immer präsent ist, hab ich hier auch gleich für alle, die das Laufen in ihr Leben integrieren wollen, den Schweinehund-go-home“-Tipp Nr. 4:

Ich für meinen Teil brauch ja bei allem, was ich in Angriff nehme, immer ein Ziel vor Augen, das mich bei der Stange hält. Den sprichwörtlichen grell blinkenden Leuchtturm, der mir den Weg weist. So ein Leuchtturm ist für mich beim Laufen eindeutig ein Volkslauf (mittlerweile werden diese in Österreich zu Hauf organisiert), für den ich mich angemeldet habe und auf den ich hintrainieren will und auch muss. Das Wissen darum, dass man in beispielsweise vier Wochen beim Winzerinnenlauf in Groß Hopfenstein eine Strecke von 5 Kilometern bezwingen muss, kann beim Training ungeahnte Energien freisetzen, das können Sie mir glauben.  :-)

Unter der folgenden Internetadresse:

http://www.laufkalender24.at/

finden Sie alle Laufveranstaltungen in Österreich. Vielleicht versuchen Sie es – wenn Sie nicht eh schon ein alter Laufhase sind – mit diesem Sport und lassen sich von einer der vielen Veranstaltungen dazu animieren, Ihre ganz persönliche kleine Läuferkarriere zu starten.

Denn Laufen kann auch Spaß machen (man möcht’s nicht glauben), wenn man’s nicht gleich zu Beginn übertreibt.

Der nächste Sport-Blog erscheint wegen des Feiertages erst am Montag, 4. Juni! Ich freu mich schon auf Sie, wenn es wieder heißt: Sport tut gut – tua’s afoch!

Herzlichst, Ihre Gabi Kolup

 

Der Jokertag als „Wildcard“ des Alltags – ODER: Warum ein Joker nicht nur beim Lotto ein Gewinn ist!

tommyS / pixelio.de

Na, haben Sie schon Ihre Bewegungsdrehscheibe gebastelt? Und – wie schaut’s aus? Konnten Sie Ihre tägliche Schrittzahl schon in ungeahnte Höhen beamen? :-)

Unser langfristiges Ziel haben wir wie schon mehrmals erwähnt (Sie merken, ich versuch es Ihnen so lange einzureden, bis Sie selber daran glauben und gar keine andere Wahl mehr haben, als loszumarschieren) 10.000 Schritte festgelegt, die ein Erwachsener täglich gehen sollte. Dies entspricht übrigens etwa acht Kilometern oder etwas mehr als 1,5 Stunden Alltagsbewegung. An manchen Tagen ist diese Zahl relativ leicht zu erreichen, doch wenn Sie wie ich einen sitzenden Beruf ausüben, hat man manchmal Mühe, sein Soll zu erreichen. Wie also können wir unsere tägliche Schrittzahl so ganz nebenbei noch weiter erhöhen? Ein guter Beginn ist schon mal, wenn Sie statt dem Aufzug die Stiegen nehmen. Oder aber beim Telefonieren nicht sitzenbleiben, sondern dabei im Zimmer herumgehen oder am Platz im Stehen einige Gymnastiküben absolvieren. (Dass Sie am Stand laufen oder ähnlich anstrengende Turnübungen so ganz nebenbei machen, können wir an dieser Stelle für die meisten von Ihnen ausschließen, denn während des Telefonierens zu Hecheln und zu Stöhnen würde einzig und allein einer bestimmten Berufsgruppe entgegenkommen…) ;-)

Und hier hab ich auch schon den „Tut gut!“-Tipp der Woche für Sie:

Eine Übung, die Sie ganz leicht im Stehen durchführen können und über die sich Ihre Venen quasi einen Haxen ausfreuen werden, da Sie ihre Pumpleistung unterstützt und ankurbelt, ist die Folgende:

Stellen Sie sich auf die Zehenspitzen und wippen Sie im Stehen. Verharren Sie dabei einige Sekunden lang auf den Zehenspitzen (das ist übrigens auch eine gute Balanceübung) und setzen Sie dann die Füße wieder auf die Fersen ab. Wenn Sie dies öfter am Tag und bei jeder Gelegenheit, die sich bietet, mehrmals wiederholen, werden es Ihnen nicht nur Ihre Venen danken, sondern im Laufe der Zeit werden auch die Waden eine schlankere Form annehmen.

Und hier kommen wir auch schon zum Thema des dieswöchigen Blogs: Der Jokertag als „Wildcard“ des Alltags. Aber worum handelt es sich eigentlich bei diesen ominösen Jokertagen? Nun, unser Leben verläuft nicht immer gleich. Es gibt eben Tage wie diese, an denen wir uns nicht wohl fühlen, krank sind oder es unser Arbeits- oder Alltagsleben nicht zulassen, die angepeilte Schrittzahl zu erreichen. An solchen speziellen Tagen dürfen Sie einen „Jokertag“ setzen, der sich aus der durchschnittlichen Schrittzahl der vergangenen sechs Tage zusammensetzt. Und das Beste daran: Sie können sich diese kleine „Auszeit“ entweder einmal pro Woche gönnen, oder aber Sie hamstern diese Jokerdays und setzen Sie ein anderes Mal ein – wenn Sie zum Beispiel krank werden und einige Tage im Bett liegen müssen.

Wie Sie sich auf der „Tut gut!“-Seite registrieren können, habe ich Ihnen ja schon in meiner Start-Story vom 23. April erklärt. In Ihrem ganz persönlichen Schrittetagebuch, in dem Sie Tag für Tag online Ihre geleisteten Schritte vermerken können, haben Sie eine tolle Übersicht über Ihre Entwicklung. Glauben Sie mir, so ein Logbuch ist ungemein motivierend und spornt Sie zu noch mehr Bewegung an. Folgen Sie also dem untenstehenden Link und melden Sie sich an (registriert haben Sie sich ja hoffentlich schon ;-) ) und dann klicken Sie auf den Link “Schrittetagebuch”. Und schon kann’s losgehen!

http://www.gesundesnoe.at/content/projekte/losgehts/login.php

Und damit sich nicht wieder der gute alte Schweinehund einschleicht, kommt hier gleich der „Schweinehund-go-home“-Tipp Nr. 3:

Ich persönlich brauch ja immer ein paar bunte Bilder – sozusagen eine visuelle Attraktion, um mich zu Bewegung motivieren zu  können. Das ist auch der Grund, weshalb sich schon so manches Wii- und Xbox-Fitness-Spiel in unser Wohnzimmer verirrt hat. Doch hier kommt die gute Nachricht: Sie brauchen nicht unnötig Geld für solche Kinkerlitzchen auszugeben. Das Land Niederösterreich hat sich nicht lumpen lassen und stellt Ihnen jetzt eine ganz individuelle »Los geht’s! Jeder Schritt tut gut«-Reise im Internet zur Verfügung. Und das geht so:

 http://www.gesundesnoe.at/content/projekte/losgehts/virtuellereise.php

Hier können Sie virtuell an ein beliebiges Ziel gehen und durch die tägliche Eingabe Ihrer Schrittzahl am Bildschirm beobachten, welche Strecke Sie schon zurückgelegt haben. Sie haben die Wahl, entweder einen der 25 vorgegebenen „Tut gut!“-Wanderwege abzuwandern oder aber eine eigene virtuelle Route – sozusagen Ihren ganz persönlichen Jakobsweg (oder auch Ihren ganz persönlichen Gang nach Canossa ;-)   ) – zu starten. Und wenn es Ihnen alleine keinen Spaß macht, dann laden Sie einfach einen Freund zum Wettkampf ein. Wer wird der Erste im Ziel sein?

Und sollten Ihnen die Tipps dieser Woche allesamt nicht geholfen haben, dann brauchen Sie vielleicht einfach nur den richtigen Motivations-Trainer… ;-)

 

 

Ich freue mich schon auf nächsten Montag, wenn es wieder heißt: Sport tut gut – tua’s afoch!

Herzlichst, Ihre Gabi Kolup